Pünktlich zu Weihnachten gibt es einen kleinen Rückblick zur bisherigen Spielzeit der Herren II.

Bis dato verkaufen sich die Herren II der SG Regensburg auf dem Papier ziemlich positiv, doch es ist noch viel Luft nach oben.

Vor der Saison verließen mit Johannes Hugo und Thomas Kienzl zwei wichtige Stützen der Mannschaft den Verein und laufen nun für den neu formierten TB 03 Roding auf. „Kein böses Blut. Die beiden kommen aus der Region, kennen die Leute und waren offen für was Neues. Jedem das seine.“, so Michael Sigl, der die Regensburger Bayernliga-Reserve zusammen mit Bernhard Keck auch in dieser Saison trainiert. Der Rest des Kaders blieb zusammen und so stand ein starkes Gerüst, dem noch einige Spieler hinzugefügt werden konnten.

Den Abgängen entgegen standen die Rückraum-Akteure Johannes Hochreuter, der berufsbedingt aus Ansbach den Weg in die Domstadt fand, und der Ingolstädter Linkshänder Phillipp Dachser, der seinen Wohnsitz nach Regensburg verlegte. Mit Marvin Hoppe stieß ein weiterer Akteur zur Mannschaft, der letzte Saison noch für die Regensburg Adler auflief und den Großteil der Mannschaft schon aus Neutraublinger Zeiten bestens kennt. Die Neuzugänge komplementiert der während der Saison dazugestoßene Thomas Bauer, der jahrelang für den SV Auerbach auflief und auch die letzten Jahre wöchentlich aus Regensburg fürs Training dorthin fuhr.

Der Chefcoach machte keinen Hehl daraus, dass man diese Saison richtig angreifen wolle: „Natürlich wollen wir oben mitspielen. Wir haben großes Spielerpotenzial für die Bezirksoberliga, das steht außer Frage, aber es liegt an uns, dieses aufs Spielfeld zu bringen.“ Auch die Vereinsführung gab das Ziel „Landesligaaufstieg“ aus, um den Herrenbereich neben der Bayernligamannschaft weiter nach vorne zu bringen. „Wir hören und lesen das, aber Dinge von außerhalb sind nicht in unseren Köpfen. Wenn uns jemand Druck macht, dann wir selbst, weil immerhin sind wir die, die spielen müssen. Unser eigener Anspruch ist es, jedes Spiel zu gewinnen“, so Hoppe, auf die Frage, ob es erhöhter Druck sei unter dieser Zielsetzung zu spielen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Regensburger ihre „Pflichtaufgaben“ allesamt gemeistert haben. Lediglich in Auerbach und beim Stadtrivalen ESV Regensburg zog man nach 60 Minuten den Kürzeren. „Ärgerlich, enttäuschend und bitter, aber das ist Sport. Wenn du es nicht schaffst deine Leistung on point abzurufen, dann verlierst du. Aktuell haben wir es nicht selbst in der Hand nach dem letzten Spieltag an erster Stelle zu stehen, aber die Saison ist noch lang. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und vor allem jede Woche unsere Hausaufgaben machen.“, so Sigl. Die SG Regensburg II beendet das Handballjahr auf dem zweiten Tabellenplatz (14:4) hinter dem SV Auerbach (17:1).

Erfreulich zu sehen ist, dass sich jeder Spieler des Kaders immer mehr zurechtfindet und auch Verletzungen von der Mannschaft aufgefangen werden können. „Wir haben vielleicht den breitesten Kader in der Liga. Wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns einzuspielen, doch vor allem fehlt uns oft die richtige Einstellung, aber daran werden wir im neuen Jahr arbeiten und uns anders präsentieren.“, so die Regensburger Mannschaft auf ihre größte Schwäche, die auch zu den zum Teil schwankenden Auftritten führt. Für die Mannschaft steht fest: „Wir haben noch viel Luft nach oben. Wir sind noch lange nicht bei 100% von dem was wir leisten können, auch, wenn wir aktuell ganz gut in der Tabelle stehen. Da geht noch mehr!“

Jetzt sind erst einmal zwei Wochen frei. Zeit mit der Familie, Urlaub, Entspannen, Kopf frei kriegen. Dann greifen die Herren II des „Spaßclubs“ wieder zum Spielgerät, ehe es am 11.01.20 in der Kerschensteiner Sporthalle gegen den TV Altdorf wieder um wichtige Punkte geht.

Frohe Weihnachten, besinnliche, erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

Eure Herren II der SG Regensburg