Am 11.01.20 war es soweit. Das Spitzenspiel in der Damen-BOL Ostbayern stand an. Wir trafen auf den Tabellenführer aus Nabburg/Schwarzenfeld.

Die HSG-Damen, welche sich letzte Saison die Vizemeisterschaft erkämpft haben, sind uns nicht unbekannt. Es wurden schon zahlreiche, spannende Kämpfe, sei es in der BOL oder der Landesliga, ausgefochten. Die letzten Spiele gegeneinander konnten die Gäste knapp für sich entscheiden. Daher wussten wir, dass heute ein schweres, Nerven aufreibendes Spiel auf uns warten würde. Die entscheidende Frage zum Ausgang dieses Spiels lag darin, ob der stärkste Angriff (HSG) oder die stärkste Abwehr (SG) der Liga das Spiel für sich entscheidet?

Als Schiedsrichtergespann für dieses Match wurden die Herren Prenißl und Späth eingeteilt. Da das Duo beiden Mannschaften gut bekannt ist, konnte man sich auf deren Pfiffe einstellen. Die Schiedsrichterleistung an diesem Abend kann man durchaus als solide bezeichnen. 

Mit gesunder Nervosität, aber hoher Kampfbereitschaft und extremen Siegeswillen gingen wir nach dem Einlaufen mit unseren Kids aus der Jugend in diese Partie. Mit unserer in den letzten Trainings hart trainierten 3-2-1-Abwehr wollten wir die Gäste vor eine unlösbare Aufgabe stellen. Dies gelang uns auch sehr gut. Es wurde gut verschoben und rechtzeitig zugepackt. Die Nabburger-Damen taten sich sichtlich schwer Lösungen gegen unsere Defensive zu finden. Zumal diese auch noch von einer sehr starken Verena Hofmann im Tor unterstützt wurde.

Im Gegenzug mussten wir im Angriff ebenfalls erstmal ein Mittel gegen die 5-1-Abwehr der Gegnerinnen finden. Durch Auflösen als zweiter Kreis erspielten wir uns gute Torchancen und konnten gleich 3:2/5:3 in Führung gehen.

Leider schlichen sich auch immer wieder technische Fehler ein, wobei die HSG-Damen ihre Stärke ausspielten und diese konsequent und schnell in erfolgreiche Konter umwandelten. Wir dagegen waren zu träge in der Rückwärtsbewegung und vergaßen vermehrt das Umdrehen, um den eventuellen Konterpass abzufangen. Den Gästen gelang der Anschluss 7:6. Aber durch unseren Teamgeist und unsere Kampfbereitschaft an diesem Tag konnten wir immer wieder zulegen. Die zweite Welle, sowie eingeübte Laufwege und Spielzügen funktionierten, so dass der Ball immer zur freistehenden Spielerin weitergeleitet und im gegnerischen Tor untergebracht wurde.

Mit einer 14:11-Führung gingen wir in die Halbzeitpause.

Für uns wäre es am besten gewesen das Spiel ohne Pause fortzuführen. Kaum lief die zweite Hälfte verloren wir etwas den Faden. Unachtsamkeiten in der eigenen Abwehr, viele technische Fehler, sowie eine Manndeckung gegen uns, ließen die Gäste ausgleichen 16:16 und in der 41. Minute sogar in Führung 16:17 gehen.

Doch wir wollten das Spiel in eigener Halle nicht mehr aus der Hand geben. Die Abwehrumstellung auf 6:0 fruchtete. Nabburg tat sich schwer Lücken zu finden. Auch der Tortwartwechsel trug Früchte. Lucia Eckl konnte einige wichtige Paraden beitragen. Vorn gelang es Susi Schulz das Spiel an sich zu reißen und uns durch starke Einzelaktionen und Treffsicherheit bei den 7-Metern wieder auf die Siegerspur zurück zu bringen. (19:19/20:19/23:20)

Am Ende feierten wir einen hart erkämpften Sieg gegen einen starken Gegner. Endstand 24:21

Hiermit sei noch ein herzliches Dankeschön an unsere Einlaufkinder und deren Eltern zu sagen, welche uns lautstark unterstützten und dem gegnerischen Fanblock Parole boten!

Aufstellung: Eckl Lucia (Tor), Hofmann Verena (Tor), Hauer Simone (5/1), Deiminger Stefanie, Rrokja Michelle (2), Piechullek Amelie, Sigl Yvonne (4), Bayar Sibel, Sperl Lisa (1), Schulz Susanne (9/3), Domko Vivien (1) Hauck Ronja (1), Hofmann Daniele (1), Gaschler Barbara